Blog Seemannsgarn und Küchenklatsch

„Überraschung! Gin an Bord!“

STRANDKÜCHE Urlaub in Portugal.

Ich habe euch von meiner Sommerreise fantastischen Gin mitgebracht.
Ab sofort könnt ihr den einzigartigen Gin von der kleinen schwedischen Insel Ven, mitten im Sund zwischen Kopenhagen und Helsingborg gelegen, bei uns bekommen. Wir haben eine kleine Menge geordert.

Und noch eine Überraschung! Auch aus Anholt habe ich euch den Anholt Gin mitgebracht. Seine beiden Schöpfer Thøger Dixgaard und Jakob Kjærgaard haben einen Gin voller Reinheit kreiert, dessen Zutaten, insbesondere der Wacholder, auf unserer geliebten Insel geerntet werden.

Jakob hat ein paar Flaschen auf den Weg zur Strandküche gebracht. Wir warten sehnlichst drauf, dass er eintrifft.

Blick aus dem Bulli auf die untergehende Sonne.


Aber wie ist es dazu gekommen?

Also, den Anholt-Gin kenne ich schon seit rund zwei Jahren. Und als wir in diesem Jahr dem Wind folgend statt in den Norden Richtung Osten gesegelt sind, hatte ich mich in Skanör im schwedischen Bådhuset mit dem Barmann über den besten Gin unterhalten. Er sagte mir, den gäbe es auf den Insel Ven mitten im Sund, etwas nördlich von Kopenhagen. Dort sei eine Destilliere, die es verstanden haben, regionale Bio-Zutaten zu fantastischen Produkten zu verarbeiten.

Blick aus dem Bulli auf die untergehende Sonne.


Unser nächster Törn ging also nach Kyrkbacken auf Ven. Am nächsten Morgen bin ich dann zur Destillerie „Spirit of Hven“ gejoggt. Dort war ich so begeistert von der ganzen Geschichte dieses großartigen Projektes, dass mir im Gespräch mit Camilla Ericsson die Idee kam, diesen Gin nach Deutschland zu importieren. Doch wenn ich das tue, dann gehört für mich ein weiterer Gin dazu: Anholt Gin. Ich hatte mal wieder absolut keine Ahnung, wie man das anstellt. Rechtslage, Qualifikation, Steuern, Zoll …


Zur nächsten Insel

Unsere Reise führte weiter über Hallands Vädärö nach Anholt. Ich habe Jakob Kjærgaard kontaktiert, der von der Idee, seinen Gin auch in Deutschland anzubieten ebenfalls begeistert war. Auch er hatte keine Ahnung, wie das funktioniert und so hat es mehr als drei Monate gedauert, bis alle Hürden genommen und alle Anmeldungen und Inspektionen erledigt waren. Ich bin am 3. September abermals zur Insel Ven gereist und habe mir die Destillerie und das Labor genau angesehen – und durfte das tolle dazu gehörige Hotel genießen.

Blick aus dem Bulli auf die untergehende Sonne.


Ich freue mich wie Bolle, die erste Lieferung von beiden Gins zu erhalten. Wer möchte, kann sich ab sofort seinen Gin reservieren.

Mit der Erweiterung unseres Sortiments um die beiden besten Gins, die ich kenne, verdeutlichen wir einmal mehr unseren Grundgedanken:

Weniger Auswahl, einfach nur das Beste anbieten. So wird unsere Welt ein Stück einfacher. Eben ehrlich, unkompliziert und transparent.

Bei uns heißt es „weniger Welle, mehr Würze“, Jakob und Thøger sind da noch etwas drastischer mit „weniger Pisse, mehr Gin“.

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Ahoi

Euer Markus


Blick aus dem Bulli auf die untergehende Sonne.


„Mit dem Camper an Portugals Küste“

STRANDKÜCHE Urlaub in Portugal.

Ein Bericht zu unserem 10-tägigen Roadtrip im Wohnmobil entlang der portugiesischen Atlantikküste.
Ich wurde in den letzten Tagen oft gefragt, wie denn unsere Portugalreise war. Und wie wir das organisiert haben und wie man denn überhaupt auf die Idee kommt …

Bulli mieten und los geht’s

Also möchte ich euch heute von unserem 10-tägigen Roadtrip entlang der portugiesischen Atlantikküste berichten. Alles hatte angefangen, als wir vor vier Jahren das erste Mal in Portugal waren. Damals traf ich am vorletzten Tag meinen alten Schulfreund Henning am Strand vom Carcavelos. Er schwärmte von seinem gemieteten Westcoast-Camper. Bis dahin wusste ich nicht, dass man mittlerweile überall wirklich tolle, schnuckelige und praktische Surfmobile mieten kann.

Tipp: Am Ende findet ihr einige gute Webadressen von solchen Vermietern.

Henning jedenfalls fuhr von Strand zu Strand, hat sich den Wagen vollgeladen mit leckerem Essen und blickte morgens mit einem Kaffee oder Tee in der Koje sitzend direkt auf’s Wasser. Hin und wieder hat er eine Surfsession eingelegt.

Yesss, das wollten wir auch! Es hat aber vier Jahre gedauert, bis es uns in den Herbstferien wieder nach Portugal gezogen hat. Wie sich herausstellte, hat unser Freund Henning mittlerweile sein eigenes Wohnmobil, welches auf den liebevollen Namen Wimibola hört und dauerhaft in Lissabon steht. Und wie das Schicksal so spielt, passte in diesem Jahr einfach alles zusammen: Wir hatten Zeit und Henning brauchte seine Wimibola gerade nicht. So haben wir Flüge gebucht und sind mit Surfboards ausgerüstet von Hamburg nach Lissabon geflogen.

Mit dem Taxi zum Wohnmobil

Während die Familie auf unser Gepäck wartete, bin ich mit einem Taxi zur geparkten Wimibola gefahren. Allerdings war ich noch nicht so richtig im südländischen Modus und habe vergessen, den Preis für die Fahrt vorher auszuhandeln … so durfte ich am Ende rund doppelt so viel wie üblich zahlen.

Tipp: Bevor ihr in ein Taxis steigt, lasst euch den Preis zum gewünschten Ziel nennen und sagt dem Fahrer dann, ihr zahlt nur die Hälfte. So ist es üblich.

Wimibola war ein wenig verstaubt, aber der alte Diesel sprang sofort an. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat Hennings Familie sie wundervoll bunt angemalt. Und so fuhr ich am Flughafen vor, genau als meine Mannschaft aus der Vorhalle trat. Die dachten, die Hippies kommen.

Blick aus dem Bulli auf die untergehende Sonne.


Ab in den Süden

Wir haben uns dann direkt in Richtung Süden aufgemacht und Lissabon über die Brücke des 25. Aprils (Ponte 25 de Abril) verlassen. Zwei Stunden später kamen wir in Porto Covo an. Die Jungs haben noch eine Surfsession eingelegt und anschließend ging es portugiesisch essen. Herrlich einfach und herrlich lecker. Bei Porto Covo fängt das sagenhafte Naturschutzgebiet entlang der Atlantikküste an. Es zieht sich bis nach Sagres an der Südspitze. Wir wurden mit einem tollen Sonnenuntergang und einem noch tolleren Morgen belohnt. Anschließend kurz zum Frühstück eingekauft, eine weitere Bucht gefunden und ich glaube, die Jungs hatten ihr bestes Wellenreiten des ganzen Trips.

Blick in eine Surferbucht mit zwei Jungen, die zum Surfen gehen.


Nix mit PiriPiri

Gegen Mittag haben wir uns aufgemacht und wollten in Milfontis in einem Stelzenhaus am Strand Hähnchen PiriPiri essen. Doch ausgerechnet am Montag war dort Ruhetag. Also weiter bis nach Monte Clérigo … und boah … was für ein Anblick, wenn man da das erste Mal ankommt. Dort hat es uns unsagbar gut gefallen. Eine tolle, lockere Surferstimmung, nicht groß, tolle Wellen und einfach angenehm. Aber als wir uns abends einen guten Stellplatz an der Küste gesucht und schließlich gefunden haben, waren wir entsetzt über den Grad der Verschmutzung. Ich fürchte, da haben die ganzen Camper-Touristen viel Dreck hinterlassen. Also haben wir erst einmal in unserer näheren Umgebung Müll gesammelt – und konnten später einen sagenhaften Sternenhimmel bewundern.

Tipp: Holt euch die App SkyView oder eine ähnliche. Damit lassen sich Sterne am Nachthimmel identifizieren und viele spannende Dinge lernen. Wir hatten zudem das Glück, zahlreiche Sternschnuppen zu sehen.

Sonnenstrahlen, die durch dir Wolken am Strand in Portugal durchstrahlen.


Den nächsten Tag haben wir komplett in Clérigo verbracht. Ich habe im O‘Sargo etwas arbeiten können und dann diese nette Dame kennengelernt, die mir einfach die Hälfte ihres Essens abgegeben hat, weil es ihr zu viel war. Was für eine tolle Geste. Und es war lecker!

Die blauen Lagune

Der nächste Morgen war etwas weniger sonnig. Dafür war die Stimmung herrlich und wir sind bei Ebbe unten an den Felsen gewesen. Dort haben wir spontan ein Morgenbad in einer Art Lagune, die nur bei Ebbe da ist, genommen. Nach dem Frühstück sind wir nach Arrifana, eine Bucht weiter, aufgebrochen. Weil die Wellen in Clérigo viel zu groß waren, hatten wir uns erhofft, dass es dort vielleicht etwas besser gehen würde. Da waren wir allerdings nicht die einzigen ;-).

Arrifana ist ein beeindruckender Ort. Man muss einen langen Serpentinenweg zum Strand heruntergehen und es wimmelt nur so von Surfern und Surfschulen. Übernachtet haben wir wunderschön oberhalb vom Praia Da Bordeira. Am nächsten Tag haben wir uns wieder in Arrifana mit Freunden getroffen. Die hatten, wie es sich herausstellte, ein kleines Häuschen direkt am Arrifana Beach gemietet, welches von der Sonne geküsst, einsam an der Felswand zu hingen schien. Für unseren Grillabend hatte ich beim großartig sortierten Intermarché-Schlachter in Aljezur, Kalbsbäckchen erstanden. So etwas hatte ich noch nie. Scheinbar eher ein Nebenprodukt und daher so günstig, dass es einen Versuch wert war. Und was soll ich sagen: Kalbsbäckchen sind hervorragend, ich liebe sie.

Tipp: Für alle Nicht-Vegetarier: Kalbsbäckchen probieren. Gibt es hierzulande allerdings meist nur auf Bestellung.

Ein Holzhaus am Hang von Portugal.


Mit unseren Freunden sind wir am nächsten Tag nach einem ausgiebigen und tollen Frühstück weiter Richtung Süden. Wir haben versucht zum Praia Vale Figueiras zu gelangen, doch die letzten 1,5 km waren unserer Wimibola nicht zuzumuten und so sind wir weiter zum Praia do Amado. Dort hatten wir rückblickend den abgefahrensten Stellplatz der ganzen Reise erwischt: Einsam, direkt an den Klippen in einer wunderschönen, leicht rötlichen schroffen Dünen-Umgebung. Man hörte außer dem Donnergrollen der Wellen keine Geräusche. Hier habe ich die Gemüsepfanne gezaubert, die ihr vielleicht schon auf Instagram gesehen habt.

Eine Schlucht in Portugal.


Sicher ist sicher – oder nicht?

Für den nächsten Tag bzw. die kommende Nacht waren sehr viel Wind und wohl auch extrem hohe Wellen angesagt. Da wir solche Wetterspektakel gerne mögen, wollten wir uns gut positionieren, um das ganze Ausmaß mitzubekommen. Wir sind zunächst über Vila do Bispo, einem wunderschönen kleinen Ort mit guten Einkaufsmöglichkeiten und super Gelegenheiten zum Wasser bunkern, zum Leuchtturm nach Sagres gefahren. Dort im Touristengewimmel haben wir es gefühlt nur 30 Sekunden ausgehalten und sind wieder straks eine Station nach Norden zum Cordoama Beach. Dort achtete jedoch schon die Polizei darauf, dass bei dem Sturm und den Wellen niemand am Strand übernachtet. So haben auch wir uns – vermeintlich sicher – oben auf den Castelejo gestellt. Eine Wahnsinnsaussicht. Wir waren ganz begeisterst, ahnten aber nicht, wie gut unser Wohnmobil gefedert ist und wie es bei rund 7-8 Windstärken schaukeln kann. Also war unsere Nacht recht unruhig und mit wenig Schlaf gesegnet. Vom Wellenspektakel hatten wir uns allerdings mehr erhofft. Wir bekamen am Morgen allerdings Nachrichten, ob es uns gut gehen würde. Denn was wir nicht mitbekommen haben war, dass in der deutschen Presse ein Jahrhundert-Hurrikane für Lissabon angekündigt war. Nun, wie wir auch später erfahren haben, war alles etwas weniger dramatisch, als die Journalisten es wohl gerne gehabt hätten.

Endlich wieder Welle

Wir suchten uns dann bei Google-Maps einen Strand aus, der um die Landspitze herum etwas beschaulicher lag und vor allem weniger Wellen versprach, um endlich mal wieder Wellenreiten zu können. Unsere Wahl fiel auf Barranco Beach, keine 12 Kilometer entfernt. Scheinbar toll gelegen haben wir uns einen Traum erhofft. Aber Leute: Fahrt da nicht hin! 4,5 km schwierigste Schotterpiste nährte unsere Idee von einem einsamen Strand. Doch nach einer mühsamen Fahrt trafen wir auf ein vermülltes Aussteiger-Nest. Furchtbar! Unser aller Bauchgefühl sagte uns: Nützt nichts, lasst uns so schnell wie es geht, hier wieder abhauen.

Frisches Obst vom Markt.


Eine Bucht weiter, in Salema, genossen wir dann das erste Mal ein echtes Touristendorf. Keine Hotelburgen, aber schon irgendwie anders, als das was wir bis hierher erlebt hatten. Ein wirklich hübscher Fleck Erde, den wir gerne weiter empfehlen. Nach unserer schaukligen Nacht und dem Barranco-Erlebnis haben wir den Tag dort richtig schön verbracht – mit wenig Wind und tollen Wellen. Hier haben wir uns überlegt, wo wir es am schönsten fanden und kamen sofort auf Monte Clérigo. Also sind wir wieder Richtung Norden. Der nächste Tag war verregnet, perfekt für eine lange Autofahrt. So sind wir zurück nach Lissabon, haben dort die LXfactory besucht und schließlich am Guincho übernachtet. Nachdem wir kurz bei Freunden in Cascais reingeschaut hatten und in Areia im O Carloto wieder einmal herrlich einfach und gut portugiesisch gegessen haben. Wir lieben Restaurants, in denen wir eher die Einheimischen antreffen, die alle gebannt auf irgendeinen Fußballbildschirm starren.

Die Straßenbahn in Salema, Portugal.


Lasst den Wettkampf beginnen

Damit wir am nächsten Morgen zum Beginn des WSL-Wettbewerbs um 8:00 Uhr in Peniche sein würden, haben wir noch in der Dunkelheit um 6:00 abgelegt. Es hat sich gelohnt. Gerade die Stimmung am Morgen, noch nebelig, wenig Zuschauer, noch nicht alle Zelte aufgebaut und die ersten Surfer in den Wellen hat uns ungemein gefallen. Den ganzen Tag genossen wir einen wirklichen tollen und spannenden Wellenreit-Wettkampf live. Die Stars der Szene zu erleben, war ein einzigartiges Erlebnis.

Die Nacht haben wir in Ericeira verbracht, um die Jungs am nächsten Tag am Carcavelos in die Wellen zu schicken und das Wohnmobil zu reinigen – denn am nächsten Morgen sollte es wieder nach Hause gehen. Und hier habe ich den letzten Tipp für euch.

Tipp: 4U Lisbon Guesthouse! Hier haben wir unsere letzte Nacht verbracht und uns vom hauseigenen Shuttle um halb vier mitten in der Nacht zum Flughafen bringen lassen. Alle zusammen inkl. Surfgepäck für nen 10er. Hat super geklappt.

Bunte Longboards für das Wellenreiter.


Ein gelungener Abschluss

In Lissabon haben wir dann einen wunderschönen Abschluss-Abend gehabt. Die Jungs fanden die Pizza bei madpizza in der Rua de Santa Justa sei die beste, die sie je gegessen haben. Und das soll was heißen!

Fazit: Machen wir unbedingt wieder! Gerade Monte Clérigo wollen wir wieder spüren. Allerdings wünschen wir den Portugiesen einen besseren Umgang mit dem Plastik. Das hat uns schon echt erschrocken. Plastik überall, so viel Müll. Nehmt euch bloß ein paar Einweghandschuhe (Ups, auch Plastik?) mit und sammelt einfach hier und da etwas Müll in eurer Umgebung.

Wer noch mehr Tipps braucht, kann mir gerne schreiben. Ich bekomme hier längst nicht alles untergebracht. Dann würde ich noch Seiten schreiben. Ich notiere hier noch ein paar nützliche Links.


Ahoi

Euer Markus



Bulli oder Wohnmobil mieten in Portugal:


Anbieter von Bullis in Deutschland:


* Indie Campers vermietet darüber hinaus übrigens auch in vielen anderen europäischen Ländern, wie Spanien, Belgien, Italien, England und mehr.


Eine tolle App, um gute Stellplätze zu finden: www.park4night.com

Blick aus dem Bulli auf den Atlantik.





„Wo kommt eigentlich unser Pfeffer her?“

STRANDKÜCHE Gin and Tonic mit LISTA Pfeffer

Gute Freunde von mir sind in den Sommerferien nach Indien gereist und haben mich gestern mit einem kleinen Gläschen Kerala-Pfeffer und zwei Muskatnüssen überrascht. Was habe ich mich gefreut, Danke!

Dabei fiel mir aber ein, dass ich unbedingt mal etwas zu unserem Pfeffer schreiben sollte.


Wo kommt unser Pfeffer für LISTA eigentlich her?

Wir beziehen unseren Pfeffer von einem kleinen Importeur in Deutschland – und der kann sehr genau belegen, wo unser Pfeffer angebaut wird. Und das ist wirklich spannend:

Unser Pfeffer kommt von der Malabarküste, welche auch Pfefferküste genannt wird. Diese liegt ganz im Süden Indiens, im Bundesstaat Kerala. Aus Indien kommt sehr viel Pfeffer zu uns nach Deutschland. Gut 97% der indischen Pfefferproduktion stammt dabei aus Kerala. Also wollten wir es genauer wissen.


Aus den Bergen kommt er her

Das besondere an unserem Tellicherry-Pfeffer ist nämlich, dass er nicht von den großen Plantagen im Tiefland stammt. Er wird stattdessen in den entlegenen, sehr dünn besiedelten Bergregionen Keralas angebaut. Um es präzise zu sagen, in den Westghats-Bergen im Norden Keralas, in der Region Wayand.

Diese Gegend ist noch weitgehend von tropischen Regenwäldern bedeckt und dadurch ebenso ursprünglich wie artenreich. Man trifft dort noch auf wildlebende Elefanten, Tiger und Büffel, die außerhalb dieser Gebiete sehr selten geworden sind. Da wundert es nicht, dass viele Teile der Region heute streng geschützte Naturschutzgebiete sind – zum Glück. Des weiteren gibt es hier auch noch den höchsten Anteil an indigenen Ureinwohnern, die zu den Adivasi gehören.

Karte Indien


Unter Kleinbauern

Sie bauen auf etwa 1.000 Meter Höhe unseren Pfeffer an. Dabei werden sie von staatlichen und gemeinnützigen Einrichtungen unterstützt, um ihre Struktur als Kleinbauern zu erhalten. So kann der Anbau nach streng ökologischen Richtlinien und unter vollständigem Verzicht auf synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel erfolgen. Die Pfefferbeeren werden von Hand in mehreren Durchgängen gepflückt. Der Gehalt an ätherischen Ölen im Hochlandpfeffer ist wesentlich höher, als bei anderen Pfeffersorten. Fernab jeder Zivilisation angebaut, wird er aufgrund seiner Reinheit und Rückstandsfreiheit von den indischen Ayurveda-Ärzten sogar als Naturheilmittel eingesetzt.


Sonnengetrocknet und geschmacksintensiv

Nach der Ernte wird der Pfeffer sonnengetrocknet, sortiert und abgepackt. Anschließend kommt er völlig unbehandelt und ohne den Einsatz von Begasung, Bestrahlung oder chemischen Lagerschutzmitteln per Schiff direkt nach Deutschland.

Die Ureinwohner erhalten für diese einzigartige Qualität deutlich höhere Preise, als sonst im regionalen Pfefferanbau üblich. Dies führt zu einer erheblich verbesserten Einkommenssituation im Reservat und ermöglicht so z.B. die Einrichtung von Kindergärten, Schulen und Krankenstationen direkt vor Ort.


Die zerstörerische Kraft der Natur

Im August 2018 kam es durch die kräftigsten Monsunregen seit 100 Jahren zu einer furchtbaren Flutkatastrophe in Zentral-Kerala. Auch viele ökologische Kleinbauernprojekte im Idukki-Distrikt wurden schwer getroffen. Unsere Mayand-Hochland-Ebene scheint zum Glück glimpflich davon gekommen zu sein. Trotzdem möchte ich auf den Spendenaufruf der Zukunftsstiftung verweisen.

Ich werde ständig versuchen, mehr von den Bauern zu erfahren, die die einzigartigen Rohstoffe für unsere Mischungen anbauen. Denn ich finde es unheimlich spannend und ermutigend, dass wir durch unsere Partnerschaft mit nachhaltigen Projekten etwas Gutes bewirken können.


Passend zum Thema Pfeffer meine neue Lieblingsvariante für Gin Tonic

Mein Kumpel Kalle, der Berge von unserer Pfeffer-Mischung verzehrt, verfeinert seinen Gin Tonic mit einer feinen Prise von Strandküche LISTA. Klingt komisch, passt aber sensationell! Denn neben verschiedener Pfeffersorten gibt die enthaltene Zitronenmyrte eine leichte Zitrusnote – und der gestoßene Wacholder verstärkt das Gin-Aroma. Außerdem ist es echt abgefahren, einen Schluck Gin Tonic im Mund zu haben und dann auf ein Pfefferkorn zu beißen. Ich mag ja gerne etwas Schärfe.

Für heute Ahoi und Skål

Euer Markus


Quellen: Wikipedia, KruegerGourmet, Heuschrecke Naturkost


„Ein Sommer in Musik“

STRANDKÜCHE Spotify Playlist

Was die Strandküche-Crew beim Kochen hört. Wir bezeichnen Musik gerne als die Würze des Lebens – und somit darf sie auch beim Kochen nicht fehlen.

Ganz gleich ob zuhause oder unterwegs, aus der Anlage oder dem Autoradio, unsere Lieblingssongs sind beim Hacken, Würfeln, Schneiden, Braten, Frittieren und Vernaschen immer auf Lautstärke 9. Doch welche Lieder haben diesen fabelhaften Sommer, der sich langsam aber sicher verabschiedet, eigentlich geprägt? Ein Blick in die digitale Plattensammlung namens Spotify verrät es.

Daher haben wir für euch kurzerhand den Strandküche-Sommermix zusammengestellt, mit Liedern, die vom Ohr direkt in den Bauch gehen. Viel Spaß beim Reinhören und Mitwippen. Wir sind gespannt, wie euch die Playlist gefällt.

Ahoi, euer Markus

„Ein guter Fang“

Gewürzmischung ULVA

Was unsere Sonderedition »Ulva« mit dem neuen Roman von Jenny Colgan zu tun hat. Es gibt Menschen, deren Leidenschaft ist es, Geschichten zu erzählen. Ich hingegen stecke mein Herzblut lieber in die Herstellung von Gewürzen. Was passiert, wenn das beides zusammenkommt, lest ihr hier.

Kein Urlaub und keine Reise ohne gutes Buch – diese Regel gilt zumindest bei mir. Besonders wenn die Tage lang und erlebnisreich sind, freue ich mich immer auf die Ruhe am Abend und die Zeit, sich der Urlaubslektüre zu widmen.

Eine Autorin, die genau dafür die passenden Bücher schreibt ist Jenny Colgan. Die Britin ist vor allem durch ihren Roman »Die kleine Bäckerei am Strandweg« bekannt geworden, der lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand.

Wie das zur STRANDKÜCHE passt? Jenny Colgan erzählt nicht nur unterhaltsame Geschichten von der Liebe, dem Leben und ihrer britischen Heimat. In ihren Büchern spielen auch das Kochen und leckere Rezepte zum Nachmachen eine entscheidende Rolle.

Im Juni ist nun ihr neuester Roman »Die kleine Sommerküche am Meer« erschienen. Darin geht es um die junge Flora, die eigentlich in London lebt aber unfreiwillig wieder in ihrer schottische Heimat zurück muss. Entsprechend missmutig gestaltet sich ihr Leben dort, bis sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter entdeckt. Mehr will ich gar nicht verraten.

Auf jeden Fall meldete sich vor gut einem Jahr das Team von Jenny Colgans deutschem Verlag bei mir, ob man zum Start nicht gemeinsam »etwas machen« wolle. Ganz ehrlich, ich war sicher nur eine von vielen Adressen im Verteiler, aber unsere Crew hatte eine überzeugende Idee. So meldeten wir uns mit dem Vorschlag zurück, ein Gewürz passend zum Roman zu entwickeln, das zur Premiere gemeinsam mit dem Buch in den Verkauf geht. Auf Antwort mussten wir nicht lange warten.

So machte ich mich daran, eine neue Sonderedition zu kreieren. Eine geschmackvolle Mischung zum Würzen von Fisch und Meeresfrüchten war das Ziel. Nach vielen Versuchen und Geschmacksproben stand die finale Komposition aus Korianderblättern, Limonenminze, Pfeffer, Salz, Chili, Ingwer, Rosmarin, und Estragon fest. Das Kind bekam den Namen »Ulva« – nach dem schottischen Schauplatz des Romans.

Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass ihr und die Jenny Colgan Fans da draußen, diese für begrenzte Zeit erhältliche Gewürzmischung probieren könnt.

Auch wir werden in unserem Logbuch sicherlich noch das eine oder andere Fisch-Rezept unter Verwendung von »Ulva« veröffentlichen.

Bis dahin empfehle ich euch natürlich das Buch »Die kleine Sommerküche am Meer« und bin gespannt, was ihr zu der Geschichte und der begleitenden STRANDKÜCHE-Mischung sagt.

Der Piper Verlag veranstaltet zusammen mit weekend4two zudem noch ein sommerliches Reisegewinnspiel. Preis ist eine Reise für zwei Personen nach Travemünde in das Hotel Villa WellenRausch. Wer mehr dazu wissen will, klickt hier.

Ahoi, euer Markus

„Sechs Gewürzmischungen sind alles, was dein Leben braucht“

Markus Kolberg
Gewürzmischung ULVA

Ballast über Bord, Freiheit fühlen, lecker essen – ob zuhause oder unterwegs.
Beim Kochen geht es um Genuss. Ganz einfach. So wurde die Strandküche geboren:
Alles was du brauchst, sind sechs Gewürzmischungen
Kein Schnick-schnack, kein Kopfzerbrechen, keine Zusatzstoffe.
Nur guter Geschmack – ehrlich, unkompliziert und nachhaltig.

Unsere Werte