Mein Küchenlust 2013 Menü

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Als kleines Dankeschön gibt es hier das komplette „Küchenlust-Menü 2013“ von Markus:

1. Gang:
Ich habe zunächst in Scheiben geschnittenen Ingwer in Olivenöl leicht braun geröstet. So verliert er etwas an Schärfe und dominiert nicht das ganze Gericht. Den Hokaido-Kürbis, für den ich mich entschieden habe weil er ein faserloses Fleisch und einen frischen, delikaten Geschmack hat, habe ich in dünnen Scheiben und feinen Streifen geschnitten. So braucht er nur ganz kurz angeschwitzt werden, bevor dann die Nudeln in der Pfanne geschwenkt werden. Von der Trüffelcreme (Trüffelbutter, Ziegenfrischkäse, Creme fraish, Joghurt, Pfeffer) habe ich nur einen EL verwendet. Dies auch, weil Trüffel nicht zu stark durchkommen sollte. Jetzt habe ich etwas Rauke klein geschnitten und kurz vor dem servieren der Pasta untergejubelt. Achtung: Auch hiervon nicht zuviel, da kräftiger Geschmack! Die Kürbiskerne habe ich nicht gebacken, sondern in Olivenöl frittiert und gesalzen und über die Pasta gegeben. Zum Schluss kamen noch ein paar Blaubeeren und natürlich guter Parmesankäse oben drauf.

2. Gang:
Ich habe Heringe gegrillt. Die sind verdammt schnell fertig! Wenige Minuten von beiden Seiten haben ausgereicht. Die Fische habe ich am Vortag in eine Marinade aus Olivenöl, Salbei, Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale eingelegt. Den Salbei habe ich vorher im Olivenöl kurz angedünstet, damit sich die etherischen Öle mit dem Öl verbinden und er am Ende den Fisch nicht zu seifig werden lässt. Das Öl-Salbei-Gemisch habe ich dann wieder erkalten lassen, bevor ich die Marinade fertig gemacht habe. Bevor ich die Fische auf den Grill gelegt habe, bekamen Sie noch jeder einen Strauch Kraut in den Bauch, in diesem Fall Rosmarin und Thymian. Übrigens: Da war überhaupt kein Salz am Fisch. Und das war auch gut so.

Zu dem Fisch habe ich Kartoffelpüree serviert. Dieser wird aus guten, mehlig kochenden Kartoffeln und viel warmer Milch gestampft. Wenn er schön cremig ist, rühre ich noch einen Schuss Olivenöl und zwei Handvoll geriebenen Parmesan unter. Als einzige Würze nutze ich mein geliebtes „Lista“, die Pfeffermischung.

Das wirklich besondere aber war das Petersilienpesto. Sowohl zu den Kartoffeln wie auch zum Fisch war das eine Granate. Ich war selber voll begeistert. Wie das geht, habe ich ja schon hier im Blog beschrieben (vgl: http://www.strandkueche.de/petersilienpesto/). Ich habe es jetzt jedoch ohne Parmesan gemacht, da der schon im Kartoffelpüree drin steckt. Das wäre zuviel des Guten.

Abgerundet habe ich das Gericht mit einem guten und „normalen“ Herbstsalat. Hierzu nehme ich irgend etwas Grünes (Kopfsalat), Radieschen und Möhren und habe mich dann auf dem Markt noch weiter inspirieren lassen. Die Vinaigrette habe ich aus Zitronensaft, Ziegenfrischkäse, Olivenöl sowie einer leicht süßlichen Minzmarmelade gerührt und mit etwas von meinen Kräuter-und Gewürzmischungen verfeinert.

3. Gang:
Tipsy-Cake ist eine leicht „beschwipste“ Schichtspeise aus Löffelbisquit, Vanillepudding, eingelegten Früchten und Schlagsahne. Die Löffelbisquits habe ich mit Quittengelee eingestrichen und auf den Boden der Servierschale gelegt.  Den Vanillepudding habe ich mit Eigelb, viel frischer Vanille und Milch zubereitet. Der kam dann auf die Biquitschicht. Darauf dann am Vortag süß eingelegte Äpfel, Birnen und Quitten. Dann wieder Vanillepudding und zum Schluß Schlagsahne. So richtig perfekt wurde es dann mit einer Prise Vanille, Kardamom und Zimt, also eine Prise des wunderbaren „Marstrand“.

Ich hatte es ja vorher auch noch nie so zubereitet und war so richtig angenehm zufrieden mit dem Ergebnis.

Folgende Gewürze wurden hierfür verwendet:

Strandküche Anholt (Kräutermischung)
– Strandküche Lista (Pfeffermischung)
– Strandküche Laeso (Salzmischung)
– Strandküche Marstrand (Süße Mischung)

075 111 171
191 193


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