Jeder Mensch kann kochen

Rémy, die alte Wanderratte bringt es auf den Punkt: Jeder Mensch kann kochen!  Da ist so viel Wahres dran. Im Kindergarten oder bei den Pfadfindern lernen wir, einen einfachen Teig aus Mehl, Wasser und Salz zu kneten und an einem Stock über ein offenes Feuer zu halten. Und dein Papa hat dir bestimmt auch schon gezeigt, wie man eine Wurst auf den Grill legt. Oder Nudeln kochen, also lesen, was auf so einer Packung steht und nur das tun, was da draufsteht. Ja genau: Auch das ist kochen! Und es ist einfach. Es ist superpups einfach. Jeder kann das.

Und nun kommt der nächste Level: Es soll auch noch gut schmecken. Für Geschmack gibt es zwei super einfache Grundregeln. Es sind wirklich nur 2! Nicht mehr:

Regel Nummer 1: Iss was Gutes, keinen Scheiß! Iss etwas, was von Natur aus schon mal Geschmack hat. Zum Beispiel Tomaten. Da gibt es himmelweite Unterschiede von geschmacklos bis „bäng“. Achte einfach nur ein wenig drauf, was du wann und wo kaufst. Im Winter findet man einfach selten gut schmeckende Tomaten. Und wenn du Tomaten auf dem Wochenmarkt kaufst, darfst du sie sogar vorher probieren. Es ist wirklich einfach, gute Zutaten von den nicht so guten zu unterscheiden in dem man die Augen aufmacht. Das gilt für alles: Gemüse, Obst, Fleisch… . Wenn du diese Regel einigermaßen einhältst, kann es mit dem Kochen gar nicht mehr schiefgehen und du brauchst Regel Nummer 2 schon fast nicht mehr. Kommen wir dennoch zu

Regel Nummer 2: Benutze Gewürze! Salz, Pfeffer, Zucker. Ganz einfach! Und sei nicht zimperlich damit. Okay, man kann ein Essen auch versalzen. Das darf man auch, wenn man verliebt ist. Haha, also doch eine kleine Schwierigkeit. Nicht zu übertreiben aber eben auch nicht zu sparsam zu sein damit, heißt dann die simple goldene Mitte.

Nehmen wir Regel 1 und 2 für ein Beispiel zusammen: Wenn du ein wirklich gutes Rindersteak grillen möchtest, dann kommt da wirklich nur Salz dran, gutes Meersalz und nach dem Grillen frisch gemahlener, guter Pfeffer. Fertig und lecker!

Wer sich mit Salz und Pfeffer schon mal ganz sicher fühlt, der steigert auch hier seinen Level und traut sich an Kräuter und ein paar weitere einfache Gewürze. Rosmarin, Oregano, Majoran und vielleicht schon mal ein wenig Paprika, Ingwer oder Senf und schon – boom – hat dein Essen mehr Wumms.

Selbstverständlich gibt es ich ein paar weitere Grundregeln. So hat mir mal ein Koch gesagt: „Markus, zum Kochen brauchst du nur zu wissen, wie heiß und wie lange etwas garen muss. Du musst also nur die unterschiedlichen Garzeitpunkte miteinander koordinieren!“ Klar, aber fange einfach für den Geschmack mal mit den oben genannten Regel 1 und 2 an! Und du wirst sehen: Jeder Mensch kann kochen – auch DU!

Jetzt kommt noch ein kleiner unvermeidlicher Werbeblock. Du kannst Regel Nummer 2 noch einmal vereinfachen, wenn du mit unseren Strandküchen-Gewürzmischungen an die Sache herangehst. Hier hast du garantiert keinen Schnickschnack drin, keine Geschmacksverstärker oder sonstiges unverträgliches Zeugs. Und das alles in der besten Qualität, die wir kriegen konnten. Außerdem werden die Mischungen recht aufwendig hergestellt, damit das auch so richtig knallt, wenn man die Dosen aufmacht und das fette Aroma einem entgegenspringt.

Guten Appetit und ahoi, Markus

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One-Pot-Bolo – die schnellste Bolognese der Welt

One-Pot-Bolo – Rezept von Markus Kolberg

Diese Ein-Topf-Gerichte haben es mir angetan. Es ist jedes Mal eine Herausforderung und macht riesigen Spaß, die klassischen Pasta-Gerichte mit nur einem Topf auf einem Campingkocher genauso lecker zuzubereiten, wie zu Hause, wo man eine ganze Küche, 25 Töpfe, Pfannen, Ofen und vier Herdflammen zur Verfügung hat.

Heute ist die „Bolognese“ dran. Also, wer es jetzt ganz genau nimmt: Nein, meine Bolognese ist nicht das Original-Rezept, ich nenne sie daher auch nur „Bolo“ ;-). Ich habe kein Tomatenpüree oder Mark dabei, verwende sogar lieber weißen Wein, als Rotwein. Auch die Ziebeln lasse ich weg, habe dafür Fenchel angedünstet.

Aber nun im Detail:
Das brauchst du alles für 2-3 Portionen:

  •  ½ Glas Olivenöl
  • Pinienkerne
  • Eine Peperoni ohne Kerne
  • Eine Fenchelknolle, die äußeren Blätter entfernt und dann klein geschnitten.
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben kleine geschnitten
  • 2-4 Sardellen oder Anchovie
  • 500 g Rinderhack
  • 5-8 Tomaten, Strunken entfernt und klein geschnitten
  • 1 Glas Weißwein
  • Penne oder andere kurze Nudeln, die lt. Packungsangabe mehr als 10 Minuten kochen sollen.
  • Etwas Wasser
  • Frische glatte Petersilie, gewaschen, gezupft, und etwas kleiner geschnitten
  • Parmesan

Und so habe ich es gemacht:

Als erstes die Pinienkerne kurz im leeren Topf anrösten und wieder herausnehmen. Dann etwas Olivenöl in den Topf gießen und in dieser Reihenfolge alles Geschnipselte hineingeben:
Peperoni, Fenchel, Knoblauch, Sardellen. Alles ein paar Minuten einkochen lassen. Nach 2 Minuten das Hack in den Topf geben und Strandküche-Anholt großzügig rüber streuen. Eventuell jetzt etwas nachsalzen. Das hängt sehr davon ab, wie salzig die Sardellen schon sind. Wenn das Hack runterherum gut Farbe angenommen hat, können die Tomaten und der Wein hinzugegeben werden. Wieder ein paar Minuten einköcheln lassen bevor du die Nudeln in den Topf schüttest. Das ganze eben gerade mit Wasser bedecken und bei geschlossenem Topf etwa 5 Minuten kochen lassen. Danach den Deckel abnehmen und nochmal 5-7 Minuten weiter kochen, damit die Flüssigkeit reduziert wird.
Insgesamt soll das Essen etwa 25 Minuten köcheln. Also etwa die Hälfte ohne Nudeln und dann die zweite Hälfte mit der Pasta. In der zweiten Hälfte kannst du dann den Parmesan reiben, Tisch decken oder ein Bierchen trinken.
So, wenn die Pasta fertig ist, darfst du den Herd oder Kocher ausmachen, die gerösteten Pinienkerne und die Petersilie drüber streuen und servieren. Stelle am besten Strandküche Laesö und Lista zum individuellen Nachwürzen auf den Tisch.
Das Ergebnis wir dich umhauen, es ist verführerisch lecker!
Guten Appetit!

Das ganze gibts auch als Video!! einfach hier klicken!

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Sommer 2015 – 11.08.2015

Ballen – Kerteminde – Rudköbing – Schleswig
Unsere Rückreise. Leider mussten wir uns in Hornbaek von unseren Freunden verabschieden. Sie genießen den Vorteil, ihr Schiff an die Eltern übergeben zu können, wo immer sie gerade anlanden. Doch wir müssen nun ja mal zurück. Also 3 Tage für uns ganz alleine. Keine gemeinsamen Grillabende mehr, kein gemeinsamer „Sundowner“… Die Stimmung bei uns ist daher etwas in Richtung Abschied und Urlaubsende umgeschlagen.
Wir legen also in Hornbaek still und leise wieder um 5 Uhr morgens ab. Es liegen schließlich 65 Seemeilen vor uns, denn wir haben uns entschlossen, durch den großen Belt zurück zu reisen und bis nach Ballen zu segeln. Von Segeln lange keine Spur, die Sonne ging noch wunderschön auf bevor Regen einsetzte. Irgendwann war dann aber doch segelbarer Wind und wir konnten hoch am Wind Seelandsodde umrunden. Zum Nachmittag klarte es auf, der Wind schlief ein und es wurde regelrecht heiß. Um 17 Uhr haben wir in Ballen auf Samsö fest gemacht.
Ballen. Dieser Ort, in meiner Kindheit nicht als ein besonderer Fleck im Gedächtnis geblieben, hat uns ein letztes Mal auf unserer Reise in Begeisterung versetzt. Eine nette Stimmung, Cafés, Restaurants, toller Strand, super toller Bäcker!! Hat uns sehr gefallen.
Der Rest der Rückreise ist in Stichworten schnell erzählt. Motortour komplett nach Hause. Gar kein Wind mehr. Aber warm und sonnig. In Kerteminde Minigolf gespielt. Von Kerteminde nach Rudköbing und am Dienstag bei heißem Wetter weiter Richtung Schleimünde. Kurz vor Schleimünde haben wir erfahren, dass die letzte Brückenöffnung des Tages der maroden Brücke Lindaunis für 16:45 vorgesehen ist. Das hieß: Knüppel auf den Tisch und Vollgas. Haben wir geschafft und waren Punkt 19:00 am Ende unserer Reise wieder in unserem Heimathafen Schleswig.


Auf unserer Sommertour 2015 haben wir so viele neue Häfen und Orte kennen gelernt, wie noch nie! Wir haben sonst die Devise, mindestens 2 neue Häfen im Jahr zu erkunden. Dieses Jahr waren es gerade mal 2 Häfen, die wir bereits kannten. Unsere Entscheidung, auf die Wetterkarte zu schauen und statt wie sonst üblich nach Norden Richtung Anholt zu reisen, wurde voll belohnt. Es war am Anfang durchaus etwas kalt, doch im Großen Ganzen hatten wir unglaublich viel Sonne und wenig Regen und zu Ende richtigen Sommer. Und wir hatten immer super Wind aus der richtigen Richtung.
Bornholm und Christiansö sind echte Perlen und unbedingt eine Reise wert. Die Hafengebühr auf Bornholm ist zunächst erschreckend hoch. Doch in Hammershavn haben wir den für 12 Häfen verantwortlichen Hafenmeister darauf angesprochen und verstanden. In jedem Hafen sind der Strom, das Wasser, die warmen Duschen und WiFi ein kostenloser Service. Die Häfen müssen sich alle selbst finanzieren und bekommen trotz drastisch zurück gegangener Fischereieinnahmen keine öffentlichen Gelder. Die Geschichten unserer Eltern, die Häfen seien meist überfüllt und so manchmal würde ein Hafen geschlossen, sind wohl überholt. Überall gibt es ausreichend Liegeplätze. Insgesamt hatten wir sowieso das Gefühl, das relativ wenige Segelurlauber unterwegs seien.
Nicht unerwähnt möchte ich aber auch etwas Negatives lassen: Ob nun Algenblühte oder Verschmutzung. Wenn man über 30 Seemeilen durch einen gelben Teppich fährt, kann das nicht natürlich sein. So hat es uns auf unserer ansonsten sehr schönen Tour von Bornholm nach Falsterbro sehr nachdenklich gemacht. Da wünsche ich mir, dass die erschreckenden Meldungen von toter Ostsee im Baltikum endlich bei allen Anreinerstaaten und der Schiffahrt zu entscheidenden Maßnahmen führen und unsere so einmaligen Gewässer wieder gesunden können.
So, hier noch mal zusammen gefasst unsere Tophighlights:
Skanör, Kaseberger, Christiansö, Dueodde, Gudhjem, Ven.
Jetzt freuen wir uns schon wieder auf die Sommertour 2016. Glücklicherweise ist der Sommer 2015 ja noch lange nicht um.
Ich verabschiede mich von dieser Tour mit Ahoi,
euer Markus

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Sommer 2015 – 07.08.2015

Allinge – Hammershavn – Skanör – Vikhög – Ven

Jetzt gibt es wieder so viel zu erzählen. Die letzten Tagen waren unbeschreiblich: Sonnenaufgangstour, Seilbahnfahrten, Klippenspringen und endlich richtige Strand-Sommertage.

Aber wieder einmal erst der Reihe nach:

In Allinge fand plötzlich und für unerwartet die große jährliche Feuerwehr-Polizei-Marine und Seenotrettungsshow statt. Eröffnet von Prinzessin Marie, die mit einem Rettungsschlauchboot direkt an uns vorbei gesaust war. Nach dieser Aktion sind wir dann aber schleunigst ausgelaufen und einmal um die Nordspitze (Hammer) 4 sm herum nach Hammerhavn gemotort. Diese kleine Tour war alleine schon unglaublich. Wir hatten wirklich das Gefühl, im Mittelmeer um Capri herum zu steuern und im letzten Moment erblicken wir in einer Bucht den Hafen. Dieser war früher ein reiner Nutzhafen zum Abtransportieren der Steinbruchsteine. Er soll fürchterlich gewesen sein. Doch 2012 bis 2014 wurde er sehr gelungen renoviert. Wir waren hellauf begeistert und haben sofort einen Hafentag eingelegt. Eine kurze, wunderschöne Wanderung zur Hammersburg und eine Schlauchboottour in die Grotte „Nasser Ofen“ sollten eigentlich schon Höhepunkt genug sein. Doch als wir eine kleine Wanderung zum Leuchtturm machen wollten, kamen wir am Opalsee vorbei, einem künstlichen Steinbruchsee. Atemberaubend gelegen war über den ganzen See eine 300 Meter lange Seilbahn gespannt, von der man sich aus 50 Meter Höhe in die Tiefe fallen lässt. Die Adrenalinjunkies unserer kleinen Gruppe mussten sich natürlich sofort dort herunter stürzen. Mir reichte allein ein 7 Meter hoher Klippensprung völlig aus, um mit meiner Angst zu kämpfen. Am nächsten Morgen haben wir dann Bornholm in Richtung Westen verlassen. Um 4:30 wurde bei öliger See ablegt. Ein traumhafte Stimmung und exakt um 5:12 lugte die Sonne über dem Horizont heraus. So einen schönen Sonnenaufgang habe ich selten gesehen. Und es war endlich warm, hurra!! Selbststeueranlage angestellt, Kaffee gekocht und in den Morgen hineingefahren. Immerhin hatten wir rund 72 Seemeilen bis nach Falsterbro vor uns. Eine traumhafte Fahrt. Die letzten 25 Seemeilen konnten wir dann auch noch super Spinnaker segeln und haben um 18:30 wieder in Skanör angelegt. Hier wollten wir unbedingt noch einmal hin. Endlich einen Strandtag einlegen. Es wurde heiß, der Hafen war voll, die Badhytten geöffnet. Auch so könnte ich mir eine Strandküche vorstellen. Eine tolle, lässige kleine Bar für die Strandgäste. Schaut euch die Bilder an.

Dieses Mal haben wir uns Fahrräder geliehen – die waren ja im Hafengeld enthalten – um bis zur Südspitze nach Falsterbro zu radeln. Das war ein superschöner Ausflug und wir waren der Meinung, hier könnte man wirklich auch gerne eine ganze Woche Urlaub verbringen. Immer wieder haben wir gestaunt über so viel Ferienmöglichkeiten. Unglaublich: Mitten auf der Wiese wurde ein mobiles Restaurant aufgestellt. Ein LKW beinhaltete die komplette Küche, Baldachine über feine Tische mit weiße Tischdecken bildeten eine ungewöhnliche Kulisse. Wir waren dort nicht essen, aber alleine die Idee war wirklich beeindruckend. Für die Golfer gibt es zwei Golfplätze, durch die wir durchfahren mussten, weil wir unbedingt den Leuchturm umrunden wollten. Am Abend dann ein gemütliches Gewitter, welches wir geschützt im Cockpit tatsächlich nach einem tollen, warmen Tag genießen konnten.

Am nächsten Morgen haben wir dann auch Skanör wieder verlassen und sind den Öresund gen Norden, der großen Öresundbrücke entgegen gesegelt. Wieder einnmal den Spi hoch und unsere Tour genossen. Dieses Mal nur ein kleiner Hüpfer, rund 18 sm nach Vikhög, nördlich von Malmö. Die Tour war toll, der Hafen okay, gemeinsames Pastaessen mit unseren Freunden und gestern dann um 9:00 abgelegt nach Ven. Darauf hatten wir uns noch einmal so richtig gefreut und wurden darin bestätigt. Bäckviken ist der Fährhafen, etwas schwellig dort, aber trotzdem schön. Fahrradtour über die ganze Insel, die übervölkert ist mit unzähligen Tagestouristen, die sich alle! ein Fahrrad mieten.
Am Abend haben wir dann ein letztes Mal gegrillt, denn so langsam geht unsere gemeinsame Zeit zu Ende. Leider wurde unser Grill mit der Restkohle, die in den Backskisten zu finden war, nicht so richtig heiß. Und so hatten wir heute morgen das Vergnüge,n unseren Schweinebraten, den wir die ganze Nacht auf dem Rost gelassen hatten, zum Frühstück zu essen. War nicht schlecht, muss ich sagen!

Nun rüsten wir uns zum Ablegen mit Ziel Hornbaek. Von dort starten wir morgen früh auf unsere letzten Etappen wieder nach Süden durch den großen Belt. Das verspricht laut Wettervorhersage eine tolle Tour zu werden. Jetzt scheint die Sonne, es wird 24° warm und der Wind kommt von achtern. Was will man mehr?

Das war es für heute, viele Grüße und Ahoi,

Markus

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Sommer 2015 – 31.07.2015

Christiansö – Svaneke – Gudhjem
Das Wetter ist dann auch hier umgeschlagen. Es ist kalt geworden und wir hatten unsere ersten beiden Regentage. Doch das Schöne am Segelurlaub ist doch, dass man die letztlich vielen Sonnenstrahlen auch alle mitbekommt. Und wenn es dann doch mal den ganzen Tag durchregnet, dann wird’s halt gemütlich unter Deck gemacht. So einen ganzen Tag lang rumgammeln hat auch mal etwas ungemein Entspannendes.
Von Christiansö sind wir die paar Meilen nach Svaneke an der Südostecke Bornholms gedüst. Schwachwindig, mal mit Segeln und letztlich doch mit Motor waren die 11 Meilen schnell vorbei.
Svaneke ist wie versprochen hübsch. Auf den allerersten Eindruck empfanden wir den Hafen noch etwas ungemütlich. Doch spätestens als wir es uns in den Liegestühlen des Hafenrestaurants mit einem Svaneke-Öl bequem gemacht haben, waren wir schon Fans. Hier gibt es die ultimative Strandküche. Über offenem Feuer werden unter freiem Himmel Reisgerichte, Chillies und gegrilltes angeboten. Die Kinder dürfen kostenlos als Nachtisch – auch über offenem Feuer – mit langstieligen Pancake-Pfannen Eierpfannkuchen machen.
Hier ist es ungemein vielseitig. Der Hafen bietet Bademöglichkeiten mit einem 3 Meter-Sprungturm. Am Leuchtturm befindet sich ein chilliges Café zum Abhängen und der Ort selbst ist schon zu recht in allen Reiseführern als etwas Besonderes angepriesen. Am Abend konnten wir mal wieder Grillen. Direkt neben unseren Schiffen hatten wir eine Bierbank für uns und konnten einer One-Man-Band auf dem gegenüber liegenden Kai zuhören.
Hier haben wir den Bus als unser bequemes Reisemittel zur Erkundung der Insel kennen gelernt. Die Verbindungen sind wirklich gut und preiswert allemal. So haben wir unsere Surfausrüstung geschultert und sind 25 Kilometer zum Dueodde-Strand an der Südspitze Bornholms mit dem Bus gefahren. Und das hat sich gelohnt, zumal kein ernst zu nehmender Hafen in der Nähe dieses Traumstrandes liegt. In Dueodde fühlten wir uns plötzlich an die Strände der französischen Atlantik-Küste versetzt. Pinienwälder, lange tolle Dünen, der feinste Strandsand, den ich je unter den Füssen hatte. Es heißt, von hier kommt der ganze Sanduhren-Sand. Und zum Windsurfen war es ideal. Gut 25 kn Wind aus Südwest, das hieß sideshore surfen mit Wind von rechts und tolle, gut 2 Meter hohe Wellen. Und in den Dünen war es sonnig und windgeschützt. So haben wir es gern.
Nach zwei Hafentagen haben wir uns aufgemacht und sind gut 8 Seemeilen wieder gen Norden nach Gudhjem geschippert. Rund eine Stunde lang haben wir es mit dem Angeln versucht, aber wenn man nun mal so gar keine Ahnung davon hat, wird es schwierig, immer auf sein Anfängerglück zu vertrauen. Wir haben einfach alle Haken drangehängt, die unser Angelkasten hergab. So hätten wir, unserer Meinung nach, vom Lachs über Dorsch bis zu Heringen alles auf einmal an der Schnur haben müssen. War leider nichts.
Gudhjem! Ein kleines, sehr gemütliches und hügeliges Dorf. Verwinkelt mit ganz kleinen Gassen und einem besonderem Flair. Hier haben wir uns sofort wohl gefühlt. Von hier wird Christiansö versorgt, was den Hafenrestaurants eine entspannte Sommerexistenz sichert. Regelmäßig liegen hier Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Wir haben die Windsurf aus Nassau getroffen, ein riesig großes Segel-Kreuzfahrtschiff. Und es lag Musik in der Luft. Für Dienstag und Mittwoch sollte das Gudhjem-Musikfestival stattfinden. Ein liebevoll organisiertes Musikgeschehen, wenig aufdringlich und mit viel Fröhlichkeit gesegnet.


Um den berühmten Heligdommenklippen zu besuchen, haben wir uns am Dienstag alle Mann auf gemietete Fahrräder geschwungen. Das Highlight an dieser Tour war sicherlich die Rückfahrt, die uns wie eine Achterbahn vorkam. Die Hügel rauf waren anstrengend, aber die Hügel wieder runter als Belohnung mit vielen Juhu-Schreien versehen. Am Mittwoch war dann der besagte gemütliche Regentag, an dem wir unsere Köpfe erst gegen Nachmittag aus dem Luk gestreckt haben. Zum Abend hin wurde es dann zum Glück wieder trocken und wir konnten der Band Nola Love Manifest zuhören.
Gestern hatten wir dann wieder genug und sind gut 7 Seemeilen weiter nach Norden zu unserem Bornholm-Ausgangshafen Allinge gesegelt. Tolle Segeltour hoch am Wind, sonnig (aber kalt).
Jetzt warten wir auf ein Nachlassen des Windes um wohl morgen auf die andere Seite der Insel zu wechseln und die Hammersburg zu besichtigen. Am Sonntag soll sich dann ein ideales Wind- und Wetterfenster öffnen, um wieder gen Westen zu segeln.
Ich melde mich wieder vom Festland, bis dahin
Ahoi, euer Markus

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